Archiv für 3. Januar 2008

03
Jan
08

Vincent

Es ist schon komisch: Zur Schlafenszeit kommen mir meist die besten/komischsten Ideen/Gedanken.

Beim Einschlafen kann ich manchmal nicht anders, als über Gott und die Welt nachzudenken, mein Leben schonmal Revue passieren lassen; was noch gemacht werden muss. Wenn ich etwas machen muss, seien es Hausaufgaben, einen Brief zur Post schaffen, neue Tinte in den Füller bringen, dann muss ich es aufschreiben, wenn ich es 5 Minuten später nicht vergessen haben will. Wenn ich dann wieder aufstehe, um das niederzuschreiben, was mir gerade in den Sinn gekommen ist, herrscht Leere. Das unvermeindlich anzuschaltende Licht umnachtet mein Gehirn. Wahrscheinlich ist es die Umstellung vom warmen, heimeligen Bett zum kalten, schummrig beleuchteten Notebook, das neben ungeordneten Utensilien des täglichen Bedarfs – Musik-CDs, Kassenzettel von Mitte 2007, Taschenmesser und ladendes Handy, Handzähler (Der Name von dem Ding ist mir sogar auf Anhieb eingefallen), Studiums-Aufzeichnungen und halb verputztesnichtetes Weihnachtsgebäck – auf dem Schreibtisch steht. Und da ich ja so gut wie nie im Bett etwas anhabe, auch keine Lust, mir etwas überzuziehen, wird mir immer kalt sein (außer meinen Füßen am Netzteil des Rechners), wird mir immer alles entgleiten, was ich denn überhaupt für wichtig erachten könnte. Denn das weiß ich ziemlich sicher: die Schlussfolgerungen, die ich beim spätabendlichen Dielirium ziehe, sind nichtmal schlecht; so gut sogar, um aus dem wohlverdienten Halbschlaf zum Halbwachen zu erstehen.

Was war es doch gleich, was ich schreiben wollte? Und weg ist es.

Vielleicht hilft ein Erinnerungswhiskey; auch gegen das Frieren. Vielleicht beim nächsten Mal.

- .w