Archiv für Juli 2008

23
Jul
08

Doch nicht das Ende, oder?

Dieser Saftladen muss geschlossen werden, sonst drehe ich irgendwann noch einmal durch. Ich geb’ mir ja Mühe, dass er von mir fernbleibt. Aber täglich klingelt er mindestens einmal in meinem Kopf. Das Dröhnen da ist der undichte Wasserhahn. Die Lebensgeister versickern ins Nichts; liest das noch irgendwer durch?

Das grüne Büchlein ist schon so lang mit dabei. Da sind so viele Ideen drin, die ich liebgewonnen habe; zumindest denke ich das von denen. Aber die wenigsten sind in die Tat umgesetzt und richtig zu Ende geführt worden.

Ich muss kleiner schreiben, dass nicht noch dieses Zeugnis Meiner am Ende steht, vollgekritzelt mit Belanglosigkeiten von unstetigen Busfahrten und schlaflosen Biwak-Nächten. Es beginnt doch so gut. Farbenfroh. Der Abstieg folgt irgendwann nach, vielleicht auch schon vor der Literaturliste zur Physik-Vorlesung. Sicher, sind die folgenden Seiten noch unbeschrieben, aber ich tippe mal stark auf ein weiteres Weihnachten ohne Halt.

Dieses Bett bringt mich noch um. So nicht das, schlafe ich doch immer und immer wieder allein drin ein, was auf dasselbe hinausläuft. Die Sonne am Morgen vermag auch keine Wunder mehr. Ausgeschlafensein ist nur nicht mehr möglich.

Das Anstarren der Decke, in der Hoffnung nach einer endlich einmal tiefgreifenden Veränderung ist nicht wirklich hilfreich; besonders nachts halb 2, wenn man (wenigstens) bis zum 41. Schaf zählen sollte. Ein kleiner Hauptgewinn, der mit angemessener Pflege bis zu meinem zu zeitigen Ableben reicht, ist eine Option, neben keiner anderen. Blond, ein-siebzig, ober-und unterhalb des Halses hinreichend ausgestattet. Größe und Haarfarbe sind da irrelevant, das Gesamtbild muss stimmen. 5 Hübsche und Zusatzzahl sind auch nicht so abwegig.

Noch eine Idee als ein ganz persönliches Gespräch Geschenk: [Welches nur lesen kann/darf, der von mir persönlich meine Handschrift entziffert bekommt. Ha, ihr Luschen (Nein, ich bin der erfolglose.)]

- .w

230053Bjul08
17
Jul
08

It ain’t me

Auch die vielen Poster in meinem bescheidenen abgedunkelten Heim, die nur und im Grunde ein wenig Farbe in das Grau reinbringen sollen, zeigen mir, dass da noch mehr geht. Die Langeweile wird nur von Monotonie unterbrochen.

Bleibt nur zu hoffen, dass nicht Action im Übermaß auf mich zukommt; sondern eine langanhaltende belebende Unruhe; und bitte vor Ablauf der 10-Jahres-Frist! Andernfalls … Ja, andernfalls weiß ich auch noch nicht. Vielleicht stelle ich mich der Wissenschaft zur Verfügung und werde eine Neutronenquelle. Oder ich denke mir neue Worte für Scribble aus.

- .w

142320Bjul08
12
Jul
08

100057Bjul08

[gekürzt]

Es ist ja wirklich grauenhaft,w enn man sich im Spiegel ansieht, wie man nicht weiterweiß. Nicht mit der Welt umzugehen, mit sich selbst, anderen. Natürlich bin ich wütend, zwar bestimmt unbegründet und mit Sicherheit ohne eine Ahnung auf was überhaupt. Aber dieser Blick. Der spiegel will zu mir sagen, ich solle doch etwas tun. Was? Wohin? In welche Richtung?

Nord-Nordwest geht die Landstraße, doch kein Mensch nimmt mich mit. Nichteinmal ein Auto kommt vorbei, das mich ein Stück mitnimmt. Das schon ewige laufen wird zur Qual. Im Bus war es bequemer. Der hat mich aber vor langer Zeit abgesetzt. Ich hatte zwar nicht ausdrücklich darum gebeten, doch gefragt, ob wer mit aussteigen will. Keiner folgte.

Nicht, dass plätzlich Stau aufkommt, nur die Fahrgemeinschaften in ihren Karossen sind immer mal wieder präsent. Bei einem neueren modell handelt es sich, so scheint es, um ein Cabriolet; immer nuftiger wird es, somit im gleißenden Licht bei Fahrtwind noch angenehm, natürlich nicht bei Schrittbeschwindigkeit, wenn man neben mir herfährt.

- .w

08
Jul
08

Stille

Es müssen nicht große Konzerte sein, auch die kleinen Dinge erfreuen: Alt und jung versammelt, ein gut gelagerter Gouda zu steinerner Salami. Die heutige FAZ, gelesen in einem Wassili-Sessel.

Ein Blick nach oben, über den lange gereiften Eichenfasstropfen entdecken 2 spärlich bekleidete Beine. Lange Beine, endend in einem Hauch von rotem Nichts.

Der Tag geht zu Ende.

Unter allen Himmeln ist Ruh.

Ich lege mich, bitte um sachte Bettung.

Hhhhh…

- .w

03
Jul
08

Leicht sinnlos

Ich mag’ Anklingeln ja nich wirklich. OK, es versucht auch nicht so oft jemand, mich anzurufen.

Die Nummer zu unterdrücken ist aber irgendwo schwachsinnig, oder?

- .w